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Mobile Advertising: Werbung wird mobil
Das mobile Internet gehört immer mehr zum Alltag. Was aber noch fehlt, um es endgültig dort zu verankern ist die sonst allgegenwärtige Werbung. Das scheint nun auch die Werbebranche zu begreifen und will in Zukunft verstärkt auf mobile Anzeigen setzen.
Der Technologiekonzern Apple will auch hier ganz vorne mit dabei sein und hat schon eine neue Plattform parat, mittels derer Anzeigen auf das Smartphone gebracht werden können. Sie heißt iAd und wurde kürzlich von Firmenchef Steve Jobs vorgestellt.
Handys brauchen andere Werbestrategie
Entwickler von Apps bekommen mit iAd eine Möglichkeit an die Hand, Werbung in ihre Anwendungen einzubauen und ihnen somit einen prominenten Platz auf dem Handy einzuräumen. Die Nutzer nämlich zeigen beim Surfen mit dem Smartphone ein anderes Verhalten als am heimischen Rechner, so Steve Jobs. Auf mobilen Geräten seien Anwendungen um einiges wichtiger und somit logischerweise das lohnende Ziel für das Werbungsgeschäft.
Hinzu kommt die leichtere Abstimmung auf den Kunden, wenn dieser mit dem Handy online geht, denn durch die Möglichkeit, ihn zu orten, ergeben sich ganz neue Möglichkeiten zur nutzerorientierten Anzeigenschaltung. Je nach Aufenthaltsort können so ganz spezifische Werbeinhalte angeboten werden. Dies und die auf die Apps abgestimmten Anzeigen machen das mobile Internet für Werbung so attraktiv, dass das US-Marktforschungsunternehmen Gartner die Erlöse aus mobiler Internet-Werbung im Jahr 2013 auf etwa 13 Milliarden Dollar schätzt.
Die Konkurrenz bleibt groß
Doch Apple ist nicht der einzige IT-Riese, der sich auf das neue Geschäftsfeld stürzt. Auch Google zeigt Interesse an diesem Markt und hat bereits Ende letzten Jahres die Übernahme von Admob angekündigt, einem der weltweit größten Werbenetzwerke für Handys. Die Übernahme könnte allerdings durch das Kartellrecht verhindert werden, denn durch den Kauf würde Google auf einen Schlag zum Marktführer bei Handywerbung.
Auch Microsoft, bisher hinter den beiden großen Konkurrenten Google und Apple eher im Hintertreffen, versucht aufzuholen, indem es ebenfalls Zukäufe tätigt. Bereits 2007 wurde Screentonic von Microsoft aufgekauft.
Positive Vorzeichen für die mobile Werbung
Die Verkaufszahlen mobiler Endgeräte wie zum Beispiel das iPad weisen in eine Richtung, in die sich also nun auch die Werbebranche bewegt. Weite Verbreitung, größere Bildschirme und billigere Datenübertragung, all dies begünstigt die Entwicklung hin zur Werbung auf dem Handy, die dort bald ebenso normal und allgegenwärtig sein wird wie in anderen Bereichen.
Ob die Nutzer allerdings rundweg erfreut sein werden, überall und umfassend mit Werbung versorgt zu werden, bleibt abzuwarten, oder ob sich nicht ähnlich den Handy Browsern Techniken entwickeln, mittels derer Werbung ausgeblendet oder blockiert werden kann.