UMTS Netzabdeckung
Zu Beginn des UMTS in Deutschland war, was das Netz angeht, einiges im Argen und sehr unklar, denn mit dem Start von UMTS 2004 begann zunächst einmal eine wahre Schlacht um die Lizenzen, die über Wochen hinweg immer wieder Schlagzeilen machte. Immerhin 6 verschiedene Anbieter versuchten die Lizenzen zu ersteigern und investierten teilweise Millionen, was von der Politik teilweise kritisch, teilweise aber auch mit Begeisterung aufgenommen wurde, denn immerhin floss so eine ganze Menge Geld an den Staat, das sicherlich nicht ungelegen kam. Inzwischen sind die Lizenzinhaber für das UMTS Netz die Anbieter Vodafone, wobei hier besonders viele UMTS Angebote vorhanden sind, T-Mobile, E - Plus und O2. Diese vier Provider haben allerdings in sehr unterschiedlicher Geschwindigkeit und mit sehr unterschiedlichem Erfolg an ihrem Netz gearbeitet, so dass es in der Netzabdeckung für UMTS in Deutschland nach wie vor einige massive Schwankungen gibt, insbesondere auch von Anbieter zu Anbieter. Die Provider unterscheiden sich dabei nicht nur grundsätzlich in den Geschwindigkeiten, die sie ihren Kunden für UMTS anbieten können, sondern auch abhängig von der lokalen Gegend, wobei manche Provider besonders großflächig abgedeckt sind, während man bei anderen immer noch nur sehr begrenzten Zugang zum Netz hat. Die Gründe für diese Unterschiede lagen vor allem darin, das zu Beginn der UMTS Nutzung sehr viele Unkenrufe laut wurden, nach denen es sich bei UMTS um ein Millionengrab handeln wird, das kaum benutzt werden wird. Diese Vermutungen haben sich aber bislang nicht bestätigt. Ein weiterer Grund für die Unterschiede in der Netzabdeckung für UMTS ergab sich auch aus den Versteigerungen der Lizenzen an sich, denn alleine schon durch die Lizenzen entstand den Providern ein sehr hoher finanzieller Aufwand, zu dem der Netzaufbau noch dazu gerechnet werden musste, so dass man erst einen Teil der Kosten wieder hereinholen und abdecken musste, ehe man in den Ausbau der Netze wirklich einsteigen konnte, was inzwischen aber bei allen vier Anbieter vollzogen ist. Zwischenzeitig hatte auch Mobilcom eine der Lizenzen erworben, diese wurde aber schon nach recht kurzer Zeit wieder zurückgegeben und auf die Rechte verzichtet, weil sich für diesen Anbieter der hohe finanzielle Aufwand sicherlich nicht in dem Maße gelohnt hätte, wie es wünschenswert gewesen wäre. Geplant waren ursprünglich 6 Lizenzen, zwei davon sind aber nach wie vor nicht belegt, weil sich bisher noch keine Provider gefunden haben, die diese übernehmen wollen, vermutlich wird das auch in Zukunft so bleiben, denn durch den großen Vorsprung, den die 4 aktiven Anbieter schon haben, wird es für Neueinsteiger in diesem Bereich sicherlich nicht leicht sein am Markt zu bestehen und mit den Angeboten der Konkurrenz mitzuhalten. Inzwischen wurde an der Netzabdeckung für UMTS bereits massiv gearbeitet und auch schon viele Fortschritte gemacht, so dass man diese Funktion nun so gut wie in ganz Deutschland benutzen kann. Außerdem wurde das Netz auch durch die Funktion HSDPA erheblich verbessert und die Geschwindigkeit massiv beschleunigt, was auch in der Zukunft durch weitere technische Verbesserungen am Netz und an den Empfängergeräten fortgesetzt werden soll. Experten sind der Meinung, dass sich UMTS In den nächsten Jahren zu einer ernsten Konkurrenz für DSL Entwickeln wird, umso mehr, weil die ersten Schritte hierzu bereits gemacht sind, wenn man sich die derzeitige Geschwindigkeit von UMTS in Verbindung mit HSDPA einmal anschaut, die nicht mehr weiter unter den niedrigen DSL Leitungen angelagert ist und sich damit wirklich sehen lassen kann.